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	<title>Arbeiterbewegung (Revolution 1848) - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Test</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;1 Version importiert&lt;/p&gt;
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				&lt;td colspan=&quot;1&quot; style=&quot;background-color: #fff; color: #202122; text-align: center;&quot;&gt;← Nächstältere Version&lt;/td&gt;
				&lt;td colspan=&quot;1&quot; style=&quot;background-color: #fff; color: #202122; text-align: center;&quot;&gt;Version vom 12. September 2023, 14:52 Uhr&lt;/td&gt;
				&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td colspan=&quot;2&quot; class=&quot;diff-notice&quot; lang=&quot;de-x-formal&quot;&gt;&lt;div class=&quot;mw-diff-empty&quot;&gt;(kein Unterschied)&lt;/div&gt;
&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/table&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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		<title>MediaWiki&gt;WIEN1.lanm08uns am 5. Mai 2023 um 09:13 Uhr</title>
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		<updated>2023-05-05T09:13:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Sonstiges&lt;br /&gt;
|Datum von=1848&lt;br /&gt;
|Datum bis unbekannt=Nein&lt;br /&gt;
|Objektbezug=Revolution 1848; Arbeiterbewegung&lt;br /&gt;
|Stadtplan Anzeige=Ja&lt;br /&gt;
|Bildname=Prater Revolution.jpg&lt;br /&gt;
|Bildunterschrift=Kampfszene am [[Praterstern]] am 23. August 1848&lt;br /&gt;
|Bildanordnung=übereinander&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die gesellschaftliche Schicht der Arbeiterinnen und Arbeiter, die im Zuge der Industrialisierung entstand, nahm erstmals im großen Rahmen an einer Revolution teil, um für Arbeiterschutz, Mitbestimmung und Vereinsfreiheit durchzusetzen. Nach der Niederschlagung der [[Revolution 1848|Revolution von 1848]] wurden in der zweiten Hälfte des [[Langes 19. Jahrhundert|19. Jahrhunderts]] bis zum Ende der [[Erste Republik|Ersten Republik]] seitens der sozialdemokratischen Organisationen und Parteien Gedenkveranstaltungen organisiert und gepflegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;border:1px solid #BBB;margin:.46em .4em .4em .4em&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;font-size:86%&amp;quot;&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Inhalt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;:&lt;br /&gt;
#[[#Frühindustralisierung im Vormärz|Frühindustralisierung im Vormärz]]&lt;br /&gt;
#[[#Arbeiterbewegung in der Revolution 1848|Arbeiterbewegung in der Revolution 1848]]&lt;br /&gt;
##[[#Märzrevolution|Märzrevolution]]&lt;br /&gt;
##[[#Mairevolution|Mairevolution]]&lt;br /&gt;
##[[#Oktoberrevolution|Oktoberrevolution]]&lt;br /&gt;
#[[#Sozialdemokratische Gedenkkultur im 19. und 20. Jahrhundert|Sozialdemokratische Gedenkkultur im 19. und 20. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
##[[#Übersichtskarte der Erinnerungsstätten|Übersichtskarte der Erinnerungsstätten]]&lt;br /&gt;
#[[#Quellen|Quellen]]&lt;br /&gt;
#[[#Literatur|Literatur]]&lt;br /&gt;
#[[#Links|Links]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Frühindustralisierung im Vormärz==&lt;br /&gt;
Nach der Überwindung der wirtschaftlichen Depression nach Ende der Napoleonischen Kriege begann sich in Wien gestützt auf einen Konjunkturaufschwung ab den 1820er Jahren eine deutliche Verschiebung zu einer auf überregionale Märkte orientierten Produktion abzuzeichnen.  Mit ihr einher ging der Aufbau größerer Produktionseinheiten und der vermehrte Einsatz von Maschinen, der Ende der 1830er Jahre angestoßen vom [[Eisenbahn|Eisenbahnbau]] auch industriell-großbetriebliche [[Fabriken]] entstehen ließ. Das stürmische Wachstum während der Frühindustralisierung ließ den Strom an Zuwanderern immer mehr ansteigen. Arbeitskraft war daher billig und ein großer Teil der Arbeiterinnen und Arbeiter lebte nahe am Existenzminimum. Die Situation verschärfte sich ab 1845, als eine Folge von Missernten die Lebensmittelpreise in die Höhe schnellen ließ. Gleichzeitig kam es in der Textilindustrie zu Absatzstockungen und damit verbundener Massenarbeitslosigkeit. 1847 eskalierte die Situation immer mehr. [[Kriminalität]], [[Alkoholismus]] und [[Prostitution]] nahmen in den Unterschichten immer mehr zu. Die Regierung suchte, durch Notstandarbeiten gegenzusteuern, was nur in bescheidenem Ausmaß gelang. In den [[Vorstädte|Vorstädten]] und [[Vororte|Vororten]] kam es zu ersten Plünderungen. Das Bürgertum litt unter der wachsenden Steuerlast. Ein Staatsbankrott drohte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Arbeiterbewegung in der Revolution 1848==&lt;br /&gt;
===Märzrevolution===&lt;br /&gt;
Die [[Märzrevolution]] begann am 13. März 1848 mit dem Marsch von Bürgern, Studenten und Arbeitern auf das [[Niederösterreichisches Landhaus|Niederösterreichische Landhaus]] in der [[Herrengasse]]. Viele Arbeiter und Handwerker wie auch Arbeitslose gelangten noch vor der Schließung der [[Stadttore]] in die [[Innere Stadt|Stadt]] und konnten sich der Kundgebung anschließen. Ebenso gewann die Erhebung der Arbeiter in den [[Vorstädte|Vorstädten]] und [[Vororte|Vororten]] an Schwungkraft. Die Gründung der [[Nationalgarde]] und der [[Akademische Legion (1848)|Akademischen Legion]] erfolgte unter Ausschluss der Arbeiterschaft. Zwischen Bürgern und Studenten herrschten differenzierte Meinungen über eine potenzielle Bewaffnung der Arbeiter, denen es aber gelang, in das [[Bürgerliches Zeughaus|Bürgerliche Zeughaus]] einzudringen und sich Waffen anzueignen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeiter griffen auch das [[Hofstallgebäude]] an, woraufhin die Schüsse der Wachmannschaft in die Menge einige Tote forderte. Die [[Gaslaternen]] am [[Glacis]] wurden aus dem Boden gerissen und das Gas angezündet, woraufhin die Stadt vom Feuer eingeschlossen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Größeres Augenmerk ist jedoch auf den Maschinensturm in den Fabriken der [[Vorstädte]] und [[Vororte]] zu legen. Ferner erhob sich der Zorn der Arbeiterschaft gegen die am [[Linienwall]] in den [[Linienamt|Linienämter]] eingehobene Verzehrungssteuer, speziell wurde das Linienamt an der [[Mariahilfer Gürtel|Mariahilfer Linie]] zerstört, auch wurden die Beamten bedroht und körperlich angegriffen. Die Zerstörungswut richtete sich auch gegen das [[Polizeikommissariate|Polizeikommissariat]] [[Sechshaus]] sowie das Amtshaus am [[Braunhirschengrund]]. Im Zuge des Maschinensturms am 14. März wurden Druck-, Branntwein- und Appreturfabriken zerstört. Die Nationalgarde und die Akademische Legion wurden zur Befriedung der Erhebungen in den Vororten eingesetzt, in den meisten Fällen konnten die Studenten die Ruhe wiederherstellen. Bei einem Gefecht einer Infanterieabteilung mit den Aufständischen in der [[Kirchengasse (15)|Kirchengasse]] in [[Reindorf]] (heute [[15]]. Bezirk) waren die höchsten Opferzahlen der Märzrevolution zu verzeichnen. &lt;br /&gt;
[[Datei:Maschinensturm Baumwollfabrik.jpg|390px|thumb|right|Erstürmung der Baumwoll-Druck-Fabrik in [[Sechshaus (Vorort)|Sechshaus]], 14. März 1848]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Maschinensturm Sechshaus.jpg|390px|thumb|right|Zerstörte Baumwoll-Druck-Fabrik in [[Sechshaus (Vorort)|Sechshaus]], 14. März 1848]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arbeiter und Handwerksgesellen bildeten das Gros der Märzgefallenen, die überwiegend vor dem Linienwall gestorben sind. Bei der Beisetzung von 15 Toten bei der Begräbnisfeier am 17. März am [[Schmelzer Friedhof]] sprachen der katholische Priester [[Anton Füster]], der evangelische Superintendent Josef Pauer und der jüdische Prediger [[Isak Noa Mannheimer]]. Die Gesamtzahl der Märzopfer war aber weitaus höher, die [[Wiener Zeitung]] zählte in der Ausgabe vom 4. Mai auch die an ihren Verletzungen Gestorbenen und verkündete eine Opferzahl von 48 Toten. &lt;br /&gt;
[[Datei:Begräbnis Märzgefallene.jpg|390px|thumb|right|Begräbnis der Märzgefallenen am 17. März 1848]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Verhängung des Standrechts vom 16.-22. März wurde der Ausnahmezustand für die unruhigen Arbeiter proklamiert. Der erste Tagesbefehl des Kommandanten der Nationalgarde [[Johann Ernst Hoyos-Sprinzenstein]] richtete sich auch gegen die potenziell aufrührerische Arbeiterschaft. Am 17. März wurden 532 Aufständische in die [[Kasematte|Kasematten]] der [[Basteien]] verbracht und gefangen gehalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Erfolge für die Verhältnisse der Arbeiterschaft konnten die Senkung der Verzehrungssteuer auf Grundnahrungsmittel, die Einführung des Zehnstundentages für die Gloggnitzer Eisenbahnarbeiter und der Fabriksarbeiter sowie des Zwölfstundentages (6-18 Uhr) für die [[Maurer|Maurergesellen]] mit einem Lohn von 50-60 [[Kreuzer|Kreuzern]], die Aufhebung der Schulgebühr für Lehrlinge sowie die Durchsetzung von Kollektivverträgen für Gesellen und Arbeiter der meisten [[Gewerbe]] verbucht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die periodische Publizistik befasste sich theoretisch mit der sozialen Frage, so forderte [[August Silberstein]] im Blatt [[Der Wanderer]] Mindestlöhne und Maximalarbeitszeit, eine Arbeiterschutzkommission, eine Arbeitnachweisstelle und das Verbot der Kinderarbeit. Weitere Forderungen waren Volks- und Gewerbeschulen, Aufhebung der Verzehrungssteuer und Vermittlung des Staats für Assoziation zwischen Arbeitgebern und Arbeitern sowie Beteiligung der Arbeiter am Gewinn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang Mai wurde ein Arbeitsministerium eingerichtet, welches am 6. Mai in ein Handelministerium sowie Ministerium für öffentliche Arbeiten umgewandelt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mairevolution===&lt;br /&gt;
Im Mai fungierte die Arbeiterschaft, der nach wie vor das Recht auf das Tragen von Waffen verwehrt blieb, noch als Hilfstruppe der Demokraten. Im Zuge des verbreiteten Gerüchts über ein Herannahen der Truppen des Fürsten [[Alfred I. zu Windisch-Graetz]] wurde die Forderung der Bewaffnung der Arbeiterschaft laut. Vor dem [[Bürgerliches Zeughaus|Bürgerlichen Zeughaus]] ([[1]]., [[Am Hof]] 10) versuchten zigtausende Arbeiter, sich Zutritt zum Waffenlager zu verschaffen, allerdings wurden diese von der [[Akademische Legion (1848)|Akademischen Legion]] daran gehindert und auseinandergetrieben. Die Arbeiter nahmen auch an den [[Barrikaden|Barrikadenkämpfen]] teil und traten dort schon organisiert auf, so kamen etwa die Arbeiter der Eisenbahnwerkstätten in geordneten Kolonnen mit identischen pikenförmigen Eisenstangen bewaffnet.&lt;br /&gt;
[[Datei:Arbeiter Barrikadenbau.jpg|390px|thumb|right|Zug der Arbeiter zum [[Barrikaden|Barrikadenbau]] in die Stadt, 26. Mai 1848]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Mairevolution]] produzierte literarische und bildliche Darstellungen betonten das Narrativ des &amp;quot;braven&amp;quot; Arbeiters, der das bürgerliche Eigentum bedingungslos respektierte. Ein im Mai angefertigtes Plakat forderte die Einführung einer Einkommens- und Armensteuer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Haltung der Fraktionen gegenüber den Arbeitern war bevormundender Natur, welche sich aber angesichts der von der Arbeiterschaft aufgestellten Forderungen als problematisch herausstellte. Eine vom Arbeitsministerium am 26. Mai veröffentlichten Kundmachung lautete: „&amp;#039;&amp;#039;Den Arbeitern wird fortan Arbeit verschafft werden, wogegen sie zur Herstellung der Ruhe zu ihrer Arbeit zurückzukehren haben.&amp;#039;&amp;#039;“ Dieser Satz offenbart ein Prinzip, das &amp;#039;&amp;#039;Recht auf Arbeit&amp;#039;&amp;#039;, welcher höher stand als die bürgerliche Revolution und die Forderung nach politischer Gleichberechtigung. Der um dieses Recht und und die Frage der politischen Gleichberechtigung anhebende Konflikt war entscheidend für den weiteren Verlauf der Revolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit wurden von der Regierung unter anderem &amp;quot;Notstandsarbeiten&amp;quot; organisiert. Den größten Umfang hatten dabei Erdarbeiten im Prater und in der heutigen Brigittenau. Für zwölf Stunden Arbeit erhielten Erwachsene 20 und Kinder 15 Kreuzer. Lohnkürzungen des Arbeitsministers [[Ernst Schwarzer]] führten zu Demonstrationen der Arbeiterschaft, jene am 23. August im [[Prater]] wurde von der Nationalgarde in der [[Praterschlacht]] blutig niedergeschlagen. Dies führte zur Spaltung der Radikalen und zu Uneinigkeit zwischen Bürgertum und Arbeiterschaft.&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabrede Praterschlacht.jpg|390px|thumb|right|Grabrede der Opfer der [[Praterschlacht]], 3. September 1848]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Oktoberrevolution===&lt;br /&gt;
Die [[Oktoberrevolution]] begann am 6. Oktober mit der Meuterei der Grenadiere in der [[Gumpendorfer Kaserne]]. Eine Menge von Grenadieren, Arbeitern, Studenten und Nationalgardisten marschierte zum [[Nordbahnhof]], wo es zum [[Gefecht an der Taborbrücke]] kam, wobei Generalmajor Hugo von Bredy, Befehlshaber der kaiserlichen Truppen, getötet wurde. Danach marschierte die Menge in die Innenstadt über den [[Graben]] weiter zum [[Hofkriegsratsgebäude|Kriegsministerium]] [[Am Hof]] und verlieh in der Ermordung des Kriegsministers [[Theodor Baillet de Latour]] ihrem Zorn Ausdruck. In der Nacht vom 6. zum 7. Oktober wurde das [[Kaiserliches Zeughaus (Oberes Arsenal)|Kaiserliche Zeughaus]] in der [[Renngasse]] bestürmt und schließlich die Waffenbestände an die Menge übergeben. In dieser Nacht waren die meisten Toten zu beklagen, 500 Tote und Schwerverletzte, darunter die Mehrzahl von ihnen Arbeiter und Handwerker.&lt;br /&gt;
[[Datei:Kampfszene Oktoberrevolution.jpg|390px|thumb|right|Kampfszene zwischen Militär und Arbeitern am 6. Oktober 1848]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Arbeiterverein erklärte am 8. Oktober im Namen der ganzen Arbeiterklasse Wiens seine Solidarität mit dem [[Reichstag (1848)|Reichstag]] und verpflichtete sich, diesen gegen alle Angriffe zu verteidigen, was aber vom Reichstag abgelehnt wurde. Mitte Oktober organisierten sich bewaffnete Arbeiter (primär Fabriksarbeiter) in der [[Mobilgarde]] unter dem Oberkommando von [[Josef Bem]], was aber mehr der Kontrolle der Arbeiterschaft als der Stärkung der revolutionären Kräfte diente, der Sold belief sich auf 25 [[Kreuzer]], ab 14. Oktober auf 40 Kreuzer. Die Zahl der Mobilgarde in Bems Lager im Belvedere belief sich auf 3672 Mann, jener der am Linienwall stationierten Mobilgardisten auf 3866 Mann, diese bildeten die Hauptverteidigung Wiens. Zusätzlich schlossen sich Tausend von Arbeitern zu bewaffneten Verbänden zusammen, so waren in [[Fünfhaus (Vorort)|Fünfhaus]] 12.000 Arbeitern unter Waffen. Bevor die kaiserlichen Truppen unter Windisch-Graetz am 31. Oktober Wien eroberten, stellte sich die Mobilgarde nochmals am [[Äußeres Burgtor|Äußeren Burgtor]] zum letzten Kampf.&lt;br /&gt;
[[Datei:Arbeiter 1848.jpg|390px|thumb|right|Bewaffneter Arbeiter in der [[Oktoberrevolution]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 6. Dezember wurden alle demokratischen und Arbeitervereine aufgelöst und verboten. Die erste Gedenkversammlung anlässlich der Märzrevolution am [[Schmelzer Friedhof]] wurde von [[Kroaten]] und [[Seressaner|Seressanern]] unterdrückt. Ferner wurde der Arbeiterschaft das Recht auf Arbeit verwehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sozialdemokratische Gedenkkultur im 19. und 20. Jahrhundert==&lt;br /&gt;
Die Arbeiterbewegung in Österreich konnte erst 1867 mit dem [[Staatsgrundgesetz vom 21. Dezember 1867|Staatsgrundgesetz]] und der Erlaubnis der Vereinsfreiheit ihren fast 20 Jahre lang unterbrochenen Kampf um soziale Rechte und politische Gleichberechtigung wieder fortsetzen. Das Schwergewicht des Gedenkens verlagerte sich vom Bürgertum zur Arbeiterschaft bzw. [[Sozialdemokratie|Sozialdemokraten]], die ihren Anspruch auf das Erbe der Revolution proklamierte und von allen politischen Fraktionen am intensivsten die Tradition an die Revolution pflegte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese sahen sich als Nachfolger der 35 [[Opfer der Märzrevolution]], weshalb jährlich Gedenkmärsche der Arbeiterschaft zum ehemaligen Grab auf dem [[Schmelzer Friedhof]] stattfanden. Seit den 1880er-Jahren fanden sich zehntausende Menschen ein, der Zustrom steigerte sich sogar nach der Überführung der Gebeine auf den [[Zentralfriedhof]]. 1895 wurden zwischen 30.000 und 40.000 Menschen verzeichnet, während es 1902 50.000 und zum 50-jährigen Gedenkjahr sogar 200.000 Teilnehmer waren. Nach dem [[Hainfelder Parteitag]] hatten die Märzkundgebungen stetig größeren Zulauf und waren ein fester Bestandteil im Organisationskonzept und Programm der [[SDAP]], die [[Arbeiterzeitung]] schrieb ausführliche Berichte. Illustrierte Schriften wie die &amp;#039;&amp;#039;Märzschriften&amp;#039;&amp;#039; betonten die Bedeutung der Revolution für die aktuellen politischen Ziele - speziell das allgemeine und gleiche Wahlrecht. &lt;br /&gt;
[[Datei:Arbeiterzeitung Märzgedenken.jpg|390px|thumb|right||Märzschrift als Beilage zur [[Arbeiterzeitung]], 13. März 1898]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Beschluss der [[Sozialdemokratische Arbeiterpartei (SDAP)|Sozialdemokratischen Arbeiterpartei (SDAP)]] wurde diese Feier in ein stilles Gedenken umgewandelt, das nur noch Kranzniederlegungen der Abordnungen der verschiedenen sozialdemokratischen Organisationen vorsah. Der in der [[Erste Republik|Ersten Republik]] intensiv gepflegte Brauch der jährlichen Märzfeiern verschwand in der [[Zweite Republik|Zweiten Republik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Stelle der ehemaligen Gräber der Märzgefallenen am Schmelzer Friedhof und späteren [[Märzpark]] befindet sich ein schlichter Gedenkstein mit der Aufschrift &amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;März 1848&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;, siehe: [[Denkmal für die Opfer der Märzrevolution 1848 (15, Märzpark)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Maßnahmen, um das Gedenken an die Revolution zu pflegen, waren die Benennung des [[Robert-Blum-Hof|Robert-Blum-Hofs]] und der [[Robert-Blum-Gasse]] sowie der [[Märzstraße]] und des [[Märzpark|Märzparks]]. Der [[Währinger Park]] wurde zunächst &amp;quot;Robert-Blum-Park&amp;quot; getauft.&amp;lt;ref&amp;gt;Franz Knispel: Zur Geschichte der Friedhöfe in Wien. Wien: Wiener Stadtwerke - Städtische Bestattung 1992, Band 2, S. 143&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu weiteren Erinnerungsstätten zur Revolution siehe: [[Revolution 1848 (Erinnern)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übersichtskarte der Erinnerungsstätten==&lt;br /&gt;
{{#ask:[[Kategorie:Topografische Objekte]] [[Objektbezug:: Sozialdemokratische Gedenkkultur 1848]] OR [[Kategorie:Topografische Objekte]] [[Objektbezug:: Achtundvierzigerplatz]] OR [[Kategorie:Bauwerke]] [[Objektbezug:: Sozialdemokratische Gedenkkultur 1848]] OR [[Kategorie:Erinnern]] [[Objektbezug:: Sozialdemokratische Gedenkkultur 1848]]&lt;br /&gt;
|?Benannt nach&lt;br /&gt;
|?Bezirk|+filter=value|+value filter switches=on off&lt;br /&gt;
|?Datum von|+filter=number|+number filter min value=1900|+number filter max value={{CURRENTYEAR}}|+number filter step=1|+number filter switches=on off|+show if undefined=yes&lt;br /&gt;
|?Koordinaten&lt;br /&gt;
|mainlabel=Sozialdemokratische Gedenkkultur 1848&lt;br /&gt;
|format=filtered&lt;br /&gt;
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|table view class=table table-hover table-condensed table-responsive sortable&lt;br /&gt;
}}[[Kategorie:Interaktive Karten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*Wolfgang Häusler: Ideen können nicht erschossen werden. Revolution und Demokratie in Österreich 1789-1848-1918. Wien/Graz/Klagenfurt: Molden 2017&lt;br /&gt;
*Wolfgang Häusler: Von der Massenarmut zur Arbeiterbewegung. Demokratie und soziale Frage in der Wiener Revolution von 1848. Wien [u.a.]: Jugend und Volk 1979&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Links==&lt;br /&gt;
*[https://1848.vga.at 1848: Die vergessene Revolution - Verein für Geschichte der ArbeiterInnenbewegung]&lt;br /&gt;
*[http://www.dasrotewien.at/seite/13-maerz-1848 13. März 1848 - Weblexikon der Wiener Sozialdemokratie]&lt;br /&gt;
*[http://www.dasrotewien.at/seite/arbeiterdemonstrationen-august-1848 Arbeiterdemonstrationen August 1848 - Weblexikon der Wiener Sozialdemokratie]&lt;br /&gt;
*[http://www.dasrotewien.at/seite/maerzgaenge dasrotewien.at Weblexikon der Wiener Sozialdemokratie - Märzgänge]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MediaWiki&gt;WIEN1.lanm08uns</name></author>
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